Selbstreflexion – Ein Blick nach innen
Serie: Ein brennendes Herz für Gott | Bibeltext: 1. Timotheus 4,16
Tief in unserem Menschsein da gibt es Erinnerungen und Emotionen, die oft unerforscht bleiben. Oft zeigen diese sich aber zur Unzeit, genau dann, wenn wir ein Vorbild sein sollten. Die Bibel sagt es so:
Trügerisch ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus? (Jeremia 17,9 ELB)
Wenn ein grosses Vorbild im Glauben plötzlich alle Prinzipien über den Haufen wirft, dann merken wir. Wir sind wie ein Eisberg: 10% über Wasser, 90% darunter. Und manchmal schlagen die 90% zu einer unpassenden Zeit zu, und wir merken, wir kennen uns gar nicht wirklich.
Ja, in dem Räumen unseres Hauses gibt es auch Schwieriges, das vom Fall im Garten Eden herkommt. Aber es gibt auch Gutes, Ströme der Gnade, Versöhnung und Care, die wir in unserem Leben finden, und manchmal bleiben die auch unbemerkt. Was das Volk Gottes ausmacht, sind Erinnerungen, «Und denke daran, dass du Sklave gewesen bist im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit starker Hand und ausgestrecktem Arm.» (5. Mo 5,15)
In Psalm 59 erinnert sich David, wie Gott trotz seiner Schwierigkeiten treu war:
Du bist mir eine Festung gewesen und eine Zuflucht am Tag meiner Not. (Ps 59,17b – ELB)
Oder Ruth, am Ende vom Buch mit ihrem Namen, darf am Schluss zurückschauen: Weisst du was, ich bin verheiratet mit Boas, und ich halte meinen neugeborenen Sohn in der Hand – Gott hatte durch die schwierige Zeit geführt. Oder Psalm 90 erinnert uns daran, dass Zeit ein Geschenk ist, «Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Ps 90,12 - LU) Zeit ist ein Geschenk, das schnell vergeht und wir wissen nicht, wieviel Zeit wir noch haben.
In den Räumen unseres Lebens ist mehr, als wir uns bewusst sind. Auch das gehört zum Glauben und zum Gebet. Wir sind in einer Predigtserie übers Gebet, und da gehört dazu, dass wir in diese Räume schauen. Deshalb reden wir heute über Selbstreflexion. Die Bibel ist ein Massstab, um unser Leben zu prüfen, und die Versprechen Gottes in unserem Leben umzusetzen. Und wenn wir übers Gebet sprechen, dann kommt da manchmal auch Sünde zum Vorschein, wo wir Busse tun müssen, damit wir Gott nicht im Weg stehen.
Jetzt fragst du dich vielleicht, wie Selbstreflexion zum Gebet gehört? Es hat mit dem Nachsinnen und Meditieren zu tun. Wenn du über eine Bibelstelle reflektierst, dann hat das am Schluss auch mit deinem Leben zu tun, und in diesem Sinne ist Meditation eng mit unserem Leben verbunden. Wie spricht Gott durch die Bibel in mein Leben? Da gehört eben auch dazu, wie ich mich in meinen Beziehungen verhalte, was wieder mit Vergebung und innerer Erneuerung zu tun hat.
Wie haben wir diese Predigtserie angefangen? «Mehr als auf alles gib acht auf dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben.» (Sprüche 4,23)
Wir können nicht ins Gebet gehen, ohne irgendwann auch persönlich betroffen sein. Das bedeutet jetzt nicht, dass beim Beten dauernd vergessene Sünden zum Vorschein kommen. In der Bibel steht auch, dass wir spätere Generationen segnen, wenn wir bewusst den Weg mit Gott gehen. Darum schreibt Paulus an die Galater: «Jeder aber prüfe sein eigenes Werk!» (Galater 6,4) Oder dem jungen Timotheus: «Gib acht auf dich» (1. Tim 4,16). Aber wie sieht diese Selbstreflexion praktisch aus? Um das geht es heute. Und da möchte ich euch heute zwei Tools vorstellen, Selbstreflexion und «Meine Geschichte mit Gott».
- Selbstreflexion und der Kampf gegen die Sünde in uns
Wenn wir aus Gnade zu leben wollen, dann ist es empfehlenswert bei sich selbst zu beginnen. Wenn wir im Glauben stark werden wollen und etwas mit Gott erleben wollen, dann ist es nicht schlecht zuerst einmal zu verstehen, was es bedeutet, in der Würde Gottes zu leben. Paulus sagt es in Epheser 4 so: «Führt euer Leben, wie es der Berufung, die an euch ergangen ist, angemessen ist,“ (Eph 4,1). Und das hat zuerst einmal damit zu tun, zu verstehen, was in der Bibel steht, und dann unser Leben danach auszurichten.
Noch grundsätzlicher, können wir uns fragen, bin ich überhaupt im Glauben drin. 2. Kor 13,5: «Macht an euch selbst die Probe, ob ihr im Glauben seid, prüft euch selbst!» Bevor ich in mich hineingehe, ist es sicher gut, wenn ich mir überlege, ob ich überhaupt im Glauben drin bin. Falls du an diesem Punkt unsicher bist, dann sprich mit jemandem darüber, oder melde dich für den nächsten Alphalivekurs an.
Okay, jetzt weiss ich, dass Jesus in meinem Leben wohnt, und jetzt? Gäll, wenn wir im Glauben unterwegs sind, dann bedeutet das nicht, dass wir gegen Sünde immun sind. Die Bibel spricht davon, dass wir in einem Kampf gegen die Sünde sind. Calvin hat mal gesagt, dass der Einsatz gegen die Sünde, das Markenzeichen der Christen ist. Weil, die Sünde herrscht nicht mehr über uns, Römer 6,14, und doch musste auch Paulus bemerkt, Römer 7,21, auch wenn ich das Gute tun will, so ist das Böse doch so nahe. Und genau darum gehört Selbstreflexion dazu. Doch zuerst müssen wir diese Muster erkennen, denn, wir können nicht gegen etwas kämpfen, wenn wir nicht verstehen, wo das Problem liegt. Doch das ist gar nicht so einfach, wie schon der Beter in Psalm 19,13 erkannte: «Aber wer kennt alle Verfehlungen? Sprich mich frei von denen, die mir verborgen sind.“ Wir können also viel über uns lernen, und die Bibel ruft uns auf, uns damit auseinander zu setzten.
Uns besser kennenlernen
Versteht mich nicht falsch. Es geht nicht darum, ständig hinter allem eine Sünde zu sehen, und deshalb völlig verkrampft zu werden. Aber es schadet nichts, wenn wir uns selber besser kennenlernen, weil dadurch werden wir stärker und hoffentlich reifer.
Meine Kinder sind jetzt im vollen Teenie Alter, und da kommen bei mir Erinnerungen, aus meiner Teenie Zeit. Es gibt ja den bekannten Spruch der Teenies, «Wenn meine Eltern nur nicht so kompliziert wären!» Habe ich auch erlebt, und später habe ich darin Dinge erkennt, wofür ich meinen Eltern vergeben habe. Jetzt habe ich selbst Teenies und darf es besser machen. Gar nicht so einfach. Da darf ich neu lernen Spannung auszuhalten. Doch ich habe mir gesagt, ich investiere in die Beziehung und möchte, dass unsere Freundschaft gestärkt wird.
Da gibt es einiges, was ich in meinem Herzen mit Gott durcharbeiten darf. Manchmal erkenne ist Muster aus meiner Herkunftsfamilie, mit denen ich dann lernen darf gesund damit umzugehen.
Gäll, das einfach mal ein Beispiel aus meinem Leben. Andere kritische Punkte bei Männern ist das Sexleben. Da entstehen sich manchmal Muster in unserem Leben, ohne dass wir es merken.
Da ist die Stille im Gebet eine Zeit, wo wir unseren Kompass neueinstellen können. Gäll, wir Menschen haben eine Tendenz abzudriften, ohne es merken, aber Gott möchte, dass wir uns immer wieder auf ihn ausrichten. Manchmal ist das mühsam. Es wäre so viel einfacher es «sausen zu lassen», und sagen, «Was soll’s, ich mach was ich möchte. Ihr könnt mir alle in die Schuhe blasen!» Da ist Selbstreflexion ein gutes Tool, um auf Kurs zu bleiben.
Frühwarnsystem
Jetzt sagst du vielleicht, «Aber, Stefan, wieso soll ich mir das antun?» Das ist doch mühsam! Ja, das ist es. Aber wenn Sünde unbemerkt und unkontrolliert in unserem Leben wüten kann, dann kann das noch viel mühsamer und anstrengender werden – oder auch schmerzhaft. Selbstreflexion hilft präventiv, damit wir nicht einfach abdriften. Habe in den letzten 2 Jahren 2 gute Freunde verloren, die mit einer Affäre aus der Ehe ausgestiegen sind. Der eine hat gesagt, «das ist schmerzhaft und ich wünschte, es wäre anders, aber ich kann nicht mehr dagegen kämpfen.»
Gäll, wenn Sünde mal in unserem Leben Wurzeln geschlagen hat, dann kommt irgendwann der Punkt, wo Umkehr fast nicht mehr möglich ist. Oder, wo es richtig mühsam wird. Ich glaube auch wir können zu jeder Zeit umkehren, aber es braucht dann einfach mehr. Da kann es hilfreich sein, mit einem guten Freunden vor dem Kipppunkt zu reden.
Es gibt ein Sprichwort: «Wenn dein Boot ein Loch hat, dann ist es einfacher, sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen.»
Manchmal schleichen sich in unserem Leben schlechte Muster ein, und wir sagen dann, «ist ja nur etwas kleines Loch». Dann lassen wir es unbeachtet, und plötzlich ist so viel Wasser im Boot, dass es kentern. Jakobus sagt es so, «Wenn dann die Begierde schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt.» (Jak 1,15a) Wenn wir uns Rechenschaft ablegen, oder das mit einem guten Freunden tun, dann kann das präventiv wirken, dass Sünde nicht ausser Kontrolle gerät.
Entschuldigung und Busse tun
Wenn wir etwas in unserem Leben erkennen, wo andere Menschen betroffen sind, dann tut es gut sich zu entschuldigen. Es fällt einem einen Stein vom Herzen und kann unseren Glauben wieder erfrischen. In der Schrift lesen wir, dass Christen gegen Sünde nicht immun sind, und darum braucht es Busse.
Wenn wir sagen: Wir haben keine Sünde, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. (1. Joh 1,8)
Und diese Sünde, die bei uns im Leben reinzudrücken versucht, führt zur Busse. Und deshalb heisst es ein Vers später…
Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, ist er so treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. (1. Joh 1,9)
Aber eben, ohne Frühwarnsystem, wo wir uns hinterfragen und auch Rechenschaft ablegen, ist das gar nicht möglich.
Wie war das bei David in Psalm 51?
Wasche mich rein von meiner Schuld, und reinige mich von meiner Sünde.
Denn meine Freveltaten kenne ich wohl (Ps 51,4-5a)
Erst wenn wir unsere Sünden kennen, können wir sie auch bekennen. Wenn sie die Bibel lesen und Gott fragen, was bedeutet das für mich, und dann in Gebet gehen, dann erkennen wir manchmal Sachen, die wir bereinigen sollten.
Du möchtest im Glauben wachsen? Versuch es mal mit Selbstreflexion! Da gibt es eine Verbindung. Psalm 119,59-60:
Ich habe meine Wege überdacht und meine Schritte zu deinen Vorschriften zurückgelenkt.
Ich eile und säume nicht, deine Gebote zu halten. (Ps 119,59-60)
Wenn wir ein brennendes Herz für Gott haben möchten, dann sagt der Psalmbeter, «Gehe ins Gebet und prüfe deine Wege». Wie spricht Gott durch sein Wort in mein Leben? Bin ich noch auf der Spur, oder bin ich schon ab dem Weg gekommen?
Gäll, das tönt jetzt alles vielleicht ein bisschen «creepy» oder unheimlich. Deshalb möchte ich euch ein Tool mitgeben, dass mir hilft.
- Meine Geschichte mit Gott
Selbstreflexion geht auch mit meiner Geschichte mit Gott. Die Idee ist, die eigene Biografie zu prüfen, und zu fragen, was hat Gott für Themen in mein Leben gelegt und was könnte ich daraus für ein Leitmotiv ableiten? Das gibt Identität und hilft auch bei der Selbstreflexion. Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, was habe ich da für verschiedene Stationen durchgemacht? Und wie hat Gott Schwieriges zum Guten gewendet? Wenn wir zurückschauen, dann erkennen wir manchmal wie alles zum Plan gehört, den Gott für mich hat.
Was waren die Meilensteine in meinem Leben? Und wie hat mich das geprägt? Seine eigene Geschichte mit Gott zu kennen, kann bei der Selbstreflexion helfen. Wenn du wieder einmal eine schwierige Phase im Leben erlebst, kann dir das Kraft geben. Damals habe ich Gott so erlebt, was kann ich daraus für heute lernen?
Und wenn ich dann merke, «hey, da hat sich irgendwo Sünde in meinem Leben eingeschlichen», dann kann ich zu meinen Erkenntnissen oder Bibelstellen von damals zurück. Er hatte mich damals so geführt, was sagt mir das für meine jetzige Situation?
Zu wissen, wer wir sind, und wer wir nicht sind, kann unsere Identität stärken. Vielleicht gehst du zurück zu alten Fotos, um diese Erinnerungen wieder aufzufrischen, und das kann dir in der jetzigen Situation helfen. Frage Gott, was ist mein roter Faden?
Im Epheser 1,11 heisst es:
In ihm sind wir auch sein Eigentum geworden, schon seit langem dazu bestimmt nach dem Vorsatz dessen, der alles ins Werk setzt nach der Festlegung seines Willens (Eph 1,11)
Das heisst Gott hat für uns einen Plan, manchmal erkennen wir einen roten Faden in unserem Leben. Denn im Römer 8,28 heisst es:
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten dient (Röm 8,28a)
Das heisst, wenn wir zurückschauen, dann dürfen wir sehen, wie auch die schwierigen Momente in unserem Leben Teil von Gottes Plan waren.
Natürlich ist das Ganze fragil und manchmal ist es nicht so einfach diesen roten Faden zu finden. Da kommen so viele Strömungen zusammen, dass es manchmal eine Überforderung sein kann.
Doch wenn wir die Meilensteine in unserem Leben anschauen, dann erkennen wir manchmal ein Muster. Denn Gott schreibt mit unserem Leben eine Geschichte.
Und wenn wir die Spur von einem roten Faden in unserem Leben entdeckt, dann können wir mit dem Beter vom Psalm 57 beten:
Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt.
Psalm 57,3 LU
Wenn Gott mit uns eine Geschichte schreibt, dann können wir ihn daran erinnern, dass er diese zu einem guten Ende führt. Manchmal ist es auch dran zu etwas Nein zu sagen – Sachen, die nicht in unser Leben passen.
Was ich bei diesem Ansatz von Selbstreflexion stark finde, ist, dass es mir Kraft gibt, zurückzuschauen, wo Gott mich durchgetragen hat und wie aus Schwierigem Gutes geworden ist.
Alles zusammensetzen
Also jetzt haben wir zwei Formen der Selbstreflexion angeschaut. Erstens, das Prüfen vom Herz anhand von dem, was gerade läuft, und zweitens, „Meine Geschichte mit Gott“, wo wir anschauen, was Gott mit mir für eine Geschichte schreibt.
Abendmahl
Ich möchte euch jetzt nicht mit dem Gefühl nach Hause senden, hinter jeder Ecke lauert eine Sünde. Darum geht es nicht. Selbstreflexion bedeutet nicht permanent in sich hineinzuschauen, sondern, es bedeutet mit Gott ehrlich zu sein. David betet in Psalm 139,23 so:
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Gedanken. (Ps 139,23)
Wenn wir jetzt ins Abendmahl gehen, dann kannst du Gott vielleicht bitten, dass er dir zeigt, wo etwas zwischen dir und einem dir lieben Menschen steht. Oder du kannst ermutigend zurückschauen, wo Jesus dich durchgetragen hat. Wo war er treu und wo hat er dich vielleicht verändert?
Paulus schreibt bei der Einsetzung zum Abendmahl: „Es prüfe sich jeder, und dann soll er vom Brot essen und aus dem Kelch trinken.“ (1. Kor 11,28)
Selbstreflexion gehört zum Abendmahl. Wir kommen nicht als perfekte Menschen zum Abendmahl, sondern als Menschen, die Jesus brauchen.
Vielleicht ist dir in der Predigt etwas aufgegangen, dass dir unangenehm ist. Dann darfst du es heute bei Jesus abgeben. Vielleicht gehst du auf jemanden zu, und bringst etwas in Ordnung.
Vielleicht hat sich ein Muster eingeschliffen, wo du merkst, das möchte ich loswerden. Dann sag es Jesus, und mache dir eine Notiz, wie du das ändern möchtest.
Vielleicht bist du aber auch gerade in einer schwierigen Phase vom Leben, und da brauchst du keine neue Erkenntnis über deine Fehler. Dann darfst du dich daran erinnern, dass Gott schon da war und dich getragen hat. Gott lässt dich nicht los und schreibt mir dir Geschichte.
Und genau darum feiern wir Abendmahl. Wir schauen nicht nur in die Abstellkammern unseres Lebens, sondern wir schauen auf Jesus. Wir bringen alles vor ihn und geben ab: Unsere Schuld, unsere Fragen, Enttäuschungen, zerrüttete Beziehungen, Sehnsucht, aber auch all das, wo wir dafür dankbar sind. All das, was wir mit Gott erlebt haben, weil Gott ist treu.
Wenn wir jetzt zusammen Brot und Traubensaft nehmen, dann lade ich euch ein, einen Moment Zeit zu nehmen und Jesus zu fragen: Was möchtest du mir heute über mein Herz zeigen?
Höre auf ihn. Vielleicht erkennst du ein Leitmotiv für dein Leben, oder vielleicht eine Situation, wo es Bereinigung bräuchte. Vielleicht darfst du etwas loslassen, oder du darfst ihm für etwas danken.
Wenn wir das Brot nehmen, dann erinnern wir uns: Jesus hat sich für uns gegeben. Und wenn wir den Traubensaft trinken, dann dürfen wir für uns in Anspruch nehmen: Unsere Schuld herrscht nicht mehr über uns. Uns ist vergeben.
Wir prüfen uns vor dem Abendmahl nicht, um uns selbst zu plagen, sondern um Jesus zu begegnen.
Du musst heute nicht alles lösen. Du musst nicht alles verstehen, aber du darfst mit Gott ehrlich sein, weil, er kennt dich und lässt dich nicht los.
Gebet
Jesus, erforsche uns. Zeig uns das, was wir sehen sollen.
Vergib uns, wo wir schuldig geworden sind .
Heile, was verletzt ist. Und erinnere uns an deine Treue.
Jesus, ich vertraue mich dir neu an.
Amen.
