Die Bekehrung des Petrus
Serie: 1. Petrus - Taugenichtse | Bibeltext: Lukas 22,31-32
Wir kommen aus der Serie über den 1. Petrusbrief, und da dachte ich, wir können noch etwas über Petrus anhängen. Er war von Anfang an mit Jesus unterwegs, und dann beim Abendmahl überträgt Jesus ihm zusammen mit den anderen elf die Autorität übers Reich Gottes. Die Jünger, Petrus inklusive, werden auf Thronen sitzen und die 12 Stämme Israels richten, und dann wendet sich Jesus direkt an Petrus:
Simon, Simon: Der Satan hat sich ausgebeten, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre; und du, wenn du dann umkehrst, stärke deine Brüder. (Lukas 22,31-32)
Petrus hat sich wahrscheinlich schon gefreut, «hey, ich werde mit meinen elf Jünger-Kollegen das Reich Gottes regieren! Wie cool ist denn das?!»
Doch Jesus sagt ihm hier, «Nicht zu schnell mein Freund, ich werde zuerst noch verhaftet werden, man wird mich verhören, und dann ans Kreuz geschlagen – und weisst du was, Simon, das wird dir ans Lebendige gehen… und du wirst Fehler machen, und darum braucht es nachher eine Umkehr.» Wörtlich heisst es, «Wenn du dann umkehrst». Dieses Umkehren liegt in der Zukunft!
Lukas liebt das griechische Wort «epistrephō», manchmal wird es mit «zurückkehren» übersetzt und einige mal auch als «umkehren» im Sinne von «bekehren». In Kapitel 1 braucht Lukas das Wort, um über Johannes den Täufer zu sagen,
Und er wird viele der Israeliten zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. (Lk 1,16 - LU2017)
Und dieses Verb braucht dann Paulus, als er den Thessalonicher schreibt, sie sollen umkehren und sich bekehren, d.h. sich von der Verehrung von Götzen abwenden, um dem wahren und lebendigen Gott zu dienen, (1. Thess 1,9-10).
Und genau dieses Verb braucht Jesus, als er Simon Petrus Lukas 22 sagt, dass er noch umkehren wird… umkehren, um seine Brüder zu stärken. Wir wollen dem heute morgen auf die Spur gehen.
Anwendung: Vom Höhepunkt zur Demut
Gell, Jesus sagt nicht, dass Petrus keinen Glauben hat. «Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre“, auch wenn dieser getestet wird.
Wie steht es da bei uns? Fühlen wir uns vielleicht auf dem Höhepunkt vom Leben. «Hey, weisst du, ich habe mit Jesus schon viel erlebt!» Vielleicht hat Jesus dir auch schon Zusagen gegeben, «Hey, du wirst im Reich Gottes noch gebraucht werden.» Vielleicht bist du gerade an einem guten Ort, und dein Glaube ist fest.
Und da sagt uns vielleicht Jesus, wie zu Petrus: Aufgepasst, nur weil du auf dem Höhepunkt bist, heisst noch lange nicht, dass du nicht doch noch «umkehren» oder dich «bekehren» wirst.
Gell, wir haben oft ein Verständnis von Glauben, «wenn wir mit Jesus unterwegs sind, dann wird kommt alles gut.» Doch Jesus sagt zu Petrus, auch wenn du auf dem Höhepunkt bist, kann es sein, dass du nochmals umkehren und dich bekehren darfst. Ich finde das noch spannend. Wir wollen heute morgen ein bisschen Detektivarbeit machen, und die Bekehrung von Petrus suchen. Spoiler Alert: Lukas macht es uns nicht gerade einfach.
Mögliche Stationen, wo wir Bekehrung erwarten
In Lukas 5 beruft Jesus Petrus ihm nachzufolgen. Kurz vorher hatte Jesus bereits die Schwiegermutter von Petrus geheilt (4,38-39). Petrus hat also vor seiner Berufung von Jesus gehört. Eines Morgens kommt er zurück vom Fischen zurück, ohne etwas gefangen zu haben. Jesus fordert Petrus dann auf, nochmals hinauszufahren, und die Netze nochmals auszuwerfen, und dann machte er wie durch ein Wunder einen riesen Fang. Dann lässt er alles zurück, und wird zum Menschenfischer. Lukas spricht hier nicht von Umkehr oder Busse, sondern von Nachfolgen.
In Lukas 9 finden wir dann nochmals eine spannende Stelle. Jesus fragt seine Jünger, wen die Leute sagen würde, dass er sei, und antwortet Petrus, «Du bist der Christus Gottes!» (9,18-20 LU2017) Gell, Petrus sagt hier «Du bist Christus Gottes Sohn», und bekennt Jesus als seinen Herrn, aber Lukas, der sonst, wo er nur kann von Umkehr oder Bekehrung spricht, macht das hier nicht.
Dann etwa zehn Verse später hat Jesus eine Begegnung mit Mose und Elija, und da geschieht etwas mit Petrus. Ich glaube das war ein Moment, wo Petrus etwas von Jesus verstanden hat, dass er vorhin nicht verstanden hatte. Eine tiefe Erfahrung, aber wieder keine Bekehrung des Petrus.
Dann ist da noch die Begebenheit, wo Petrus Jesus verrät. Da muss es doch eine Bekehrung geben, oder? Petrus merkt erst, als der Hahn kräht, dass er Jesus verraten hatte. Und dann heisst es, «Und er ging hinaus und weinte bitterlich.“ (Lk 22,62) Eine tiefe Erfahrung, die zeigt, dass Petrus seine Schwächen hatte. Da würden wir doch von Lukas erwarten, dass es zu einer Umkehr, einer Bekehrung von Petrus kommt. Der Einzige, der sich hier umkehrt, ist Jesus, er «wendet» sich um, und wir Petrus einen Blick zu. Er überführt ihn ohne Worte (22,61).
Anwendung: Vom Versagen zur Ehrlichkeit
Was haben wir schon alles mit Jesus erlebt? Vielleicht sind wir auch schon lange mit Jesus unterwegs… haben schon tiefe Erlebnisse ihm gemacht… Sachen erkannt, die uns tief berührt haben,… vielleicht hat uns Jesus auch schon einen Blick wie bei Petrus zu geworfen, und wir haben uns ertappt, etwas zu sagen, was wir besser nicht gesagt hätten… Alles gut, wir sind schon lange mit Jesus unterwegs, aber Busse, Taufe oder eine Bekehrungsgebet… das ist etwas anderes. Das Krähen vom Hahn war kein Schlusspunkt – es war ein Wendepunkt.
Doch zurück zu Petrus…
An Ostersonntag finden wir Petrus, wie er zum leeren Grab rennt und danach nach Hause geht (Lk 24,12). Der gleiche Simon, der später dem auferstandenen Jesus begegnet (24,34) – auch wenn diese Begegnung nur indirekt beschreiben wird. Wieder keine Umkehr oder Bekehrung.
Dann finden wir Petrus wieder in der Apostelgeschichte, und er stärkt die Brüder, wie Lukas 22,32 erwähnt. An Pfingsten ist er im Zentrum vom Geschehen (Apg 1,15-16). Man würde meinen Petrus müsste da doch schon eine «Umkehr» erlebt haben. Das Verb epistrepho, eben umkehren, kommt in der Predigt von Petrus mehrmals vor. Die Leute sind am Schluss der Pfingstpredigt tief betroffen, «es traf sie mitten ins Herz» (2,37) und sie setzen es um. Seine Predigt bei der Halle Salomos schliesst er ab mit, «Tut nun Busse und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden,“ (3,19 – LU2017).
Mehrmals in der Apostelgeschichte predigt Petrus, und die Leute bekehren sich zum Herrn (9,35 +11,21). Auch als sie in Kapitel 15,19 Rat halten, ging es darum, was man nun mit den Heiden macht, die sich bekehrt haben.
Wenn die Bekehrung ein so zentrales Thema ist, dann stellt sich schon die Frage, wo finden die Bekehrung von Petrus, wie Jesus sie in Lukas 22,32 angekündigt hatte?
Ups, da haben wir noch die Vision von Joppe vergessen. Petrus weiss dort, dass er das Haus von Kornelius, ein römischer Hauptmann, besuchen muss – und da hat er die bekannte Vision mit dem unreinen Essen (Apg 10).
Es gibt solche die sagen, das war eine Bekehrungserfahrung für Petrus, weil er mit einem Tabu der Juden bricht. Doch wenn man nachliest, was da steht, dann geht es darum, dass Petrus keinen Menschen als „gewöhnlich oder unrein“ bezeichnen soll (10,28). Petrus hat da eine neue Einsicht, aber die Begriffe Bekehrung oder Busse fehlen. Dann geht Petrus zu Kornelius und seinen Leuten und die erhalten den Heiligen Geist und lassen sich taufen. Petrus fasst das so zusammen: „Nun hat Gott also auch den anderen Völkern die Umkehr zum Leben gewährt“ (11,18). Wieder keine Umkehr von Petrus!
Jetzt werden wir schon langsam kribbelig, Jesus sagt klar, dass Petrus sich bekehren wird. Aber Lukas schreibt einfach nicht wo! Hat er vielleicht etwas vergessen?
Anwendung: Von der Wiederherstellung zur Verantwortung
Ich glaube Lukas will uns sagen, „du hast schon so viel von Bekehrung und Umkehr gehört, dass du es schon fast nicht mehr hören kannst.“ „Ja, ja… Bekehrung, Bekehrung, alles schon erlebt!“ Und da sagt uns Lukas, „hey, das Leben mit Jesus bleibt bis am Schluss spannend. Gott hat mit dir noch etwas vor! Lehne noch nicht zu fest zurück. Das Beste kommt noch!“
Und dann gibt uns Lukas eine Spur, über die er selbst zu wenig weiss. Petrus ging «an einen anderen Ort» (Apg 12,17). Gehen wir dieser Spur mal nach!
Es gibt einige Traditionen von Petrus nach der Verfassung des Evangeliums. Vielleicht hat uns Lukas Brotkrümel gelegt… damit wir diesen Spuren nachgehen.
Katja und ich waren letzten Herbst in Rom, und da hat es mir den Finger mit den Wandgemälden der Katakomben reingezogen. Welche Szenen waren den ersten Christen von Petrus wichtig?
Das Krähen vom Hahn auf Wandgemälden
Auf Wandgemälden der Katakomben aus dem 3. Und 4. Jahrhundert finden wir Christus und Petrus zusammen mit einem Hahn. Einmal ist er am Boden, einmal auf einer Säule, aber zentral gesetzt, um zu zeigen, dass der Hahn wichtig ist.
Die ersten Christen lasen die Geschichte von Petrus wie wir, und malten dann, was ihnen wichtig wurde. Die Bilder zeigen die Szene vom Verhör. Jesus dreht sich da um, und schaut Petrus an, um ihn vielleicht zur Busse und Reue zu bewegen (22,61).
Der Punkt dieser Bilder ist der: Der Betrachter vom Bild soll sehen, dass das Krähen vom Hahn oder das Umdrehen von Jesus die Erfüllung der Umkehr von Petrus ist. Aber eben wir finden da keine Bekehrung. Der Hahn ist zentral, ja. Er kommt immer wieder vor und ist zentral platziert.
Der Hahn war damals ein Symbol für Licht, Sieg und manchmal auch Unsterblichkeit – und dann merkt man, dass der Link zur Auferstehung nicht weit ist. Ambrosius im 4. Jahrhundert hat den Hahn als den „Verkünder vom Tag“ zelebriert, der Gesundheit, Hoffnung und Glaube bringt. Und er sagt dann: So wie Jesus sich umdreht und der Hahn kräht, werden unsere Sünden uns verlassen und unsere Schuld wird mit unseren Tränen weggewaschen.
So wird der Hahn ein zentrales Bild für Busse, Wiedergeburt und neues Leben in Christus.
Bekehrung und Umkehr in den Petrusakten
Neben diesen Bildern aus dem 3.+4. Jahrhundert gibt es noch ein Buch aus dem 2. Jh.: Die Petrusakten,[1]eine Mischung aus Überlieferung und wilden Fantasien. Traditionell dat. 190 n.Chr.
Darin kommt das Thema der Bekehrung auch vor. Schon in Vers 2 ruft Petrus die Einwohner von Rom zur Bekehrung auf, und er warnt die Zuhörer vor Simon dem Magier. Petrus gibt darin zu, Jesus verraten zu haben, und zwar 3x, und er gibt auch zu, dass er von Satan ausgetrickst wurde, und Petrus ermutigt seine Zuhörer ihr «Herz zu ändern» und stark zu sein im «Vater unseres Herrn Jesus Christus» (3,7).
Dann kommt es zu einem Wettbewerb zwischen Petrus und Simon dem Magier. Man könnte sagen, so etwas wie ein Duell: Apostel gegen Zauberer – wer überzeugt die Leute. Petrus ist ihm bereits in Jerusalem begegnet und jetzt kommt er auch nach Rom und beeindruckt die Leute mit seinen Zaubertricks. Petrus möchte Simon Magus überführen und es kommt zum Duell, das am Schluss ausartet. Es kommt zu einer Verschwörung gegen Petrus, und seine Freunde ermutigen ihn dann die Stadt zu verlassen. Petrus ist zuerst dagegen, und sagt «Brüder, soll ich denn wie ein Verräter (Deserteur) wirken?» (35,6)
Jetzt kommt die berühmte Szene, wo Petrus die Stadt inkognito verlässt. Als er durchs Stadttor geht, da sieht er Jesus in Rom einziehen. Überrascht fragt er Jesus, «Herr, wieso kommst du nach Rom?» Antwort: «Ich komme nach Rom, um gekreuzigt zu werden». Petrus fragt ihn dann «Herr, willst du nochmals gekreuzigt werden?» Und Jesus antwortet dann, «Ja, Petrus, ich werde nochmals gekreuzigt.» Petrus kommt dann wieder zu sich und sieht den Herrn in den Himmel auffahren. Und jetzt versteht er, ich muss umkehren(hupestrepsen), meinem Schicksal entgegen (35,6). Auf seinen Wunsch hin, wird er dann umgekehrt gekreuzigt (37,8-38,9). Die Symbolik hinter der umgekehrten Kreuzigung ist dem Autor sehr wichtig, weil Petrus dann am Kreuz auf dem Kopf nochmals eine lange Rede hält: Sein Kreuz bedeutet, dass die Sünde von Adam umgekehrt wird, und er fordert seine Zuhörer auf, «die alten Fehler hinter sich zu lassen und umzukehren» zum Kreuz Christi (38,9). In der Mitte vom Kreuz hat es einen Nagel, der für die Bekehrung (epistrophe) und Busse (metanoia) des Menschen steht.
Da kommen die Busse und Bekehrung vom Petrus auf eine gewaltige Art zusammen. Sein Verrat von Jesus wird da umgekehrt, oder soll ich sagen, auf den Kopf gestellt. Petrus ist wieder drauf und dran Jesus zu verraten und zu flüchten, doch diesmal Mal kehrt er um, weil er Jesus begegnet – und das Schicksal von Jesus wird sein Schicksal.
Jesus hatte das schon in Johannes 13 und 21 vorausgesagt:
Simon Petrus sagt zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wo ich hingehe, dahin kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber später folgen. (Joh 13,36)
Amen, amen, ich sage dir: Als du jünger warst, hast du dich selber gegürtet und bist gegangen, wohin du wolltest. Wenn du aber älter wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst. Das aber sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Und nachdem er dies gesagt hatte, sagte er zu ihm: Folge mir! (Joh 21,18-19)
Da finden wir jetzt den «bekehrten» Petrus. Als er flüchten wollte, ist er umgekehrt und bleibt seinem Glauben treu. Er erlebt etwas ähnliches, wie Jesus auf Golgatha, einfach umgekehrt.
Anwendung: Vom Fliegen zum Standhalten
Wo gibt es vielleicht Bereiche in unserem Leben, wo wir gerade innerlich auf der Flucht sind. Wo sollten wir Verantwortung übernehmen? Wo sollten wir etwas klären?
Die Frage ist nicht, «bin ich schon perfekt?» Die Frage ist, «Bin ich bereit umzukehren?»
Von Petrus lernen wir, egal was wir für eine Lebensgeschichte haben, Jesus kann uns brauchen.
Für ihn gibt es keine Grenzen.
Entscheidend ist, dass wir unser Leben auf Jesus ausrichten, weil dann kommen wir auf den richtigen Weg.
1. Petrus
Im 1. Brief fängt Petrus mit einem Segen an[2] und stellt diesen dann auf ein Fundament:
der uns in seiner grossen Barmherzigkeit neu geboren hat, so dass wir nun durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung [haben] (1. Pet 1,3b)
«Neugeboren» hat mit einem neuausgerichteten, veränderten Leben zu tun, (siehe 1. Pet 1,22).
Habt ihr es bemerkt? Petrus sagt in Vers 3 «der uns … neu geboren hat». Petrus schliesst sich da ein. Er wurde durch das Leiden Christi und seine Auferstehung neugeboren. Erneuerung im Gehorsam und in der Liebe können wir nicht produzieren; es ist ein Geschenk.
Anwendung
Wenn wir das Leben von Petrus anschauen, dann merken wir: Bekehrung ist kein einzelner Moment, sondern ein Weg mit Höhen und Tiefen. Ein Weg mit mutigen Bekenntnissen und bitteren Tränen. Ein Weg mit Versagen – und mit wieder aufrichten.
Jesus hatte zu Petrus gesagt: „wenn du dann umkehrst, stärke deine Brüder.“ (Lk 22,32)
Nicht «falls» – sondern «wenn». Jesus sah das Versagen kommen, und rechnete er mit seiner Umkehr. Vielleicht erkennen wir uns darin wieder.
Vielleicht haben wir schon viel mit Jesus erlebt. Vielleicht hatten wir schon starke geistliche Momente, tiefe Erkenntnisse, klare Berufung gehabt. Vielleicht haben wir auch versagt, Dinge gesagt oder getan, die wir bereuen. Vielleicht bist du gerade in einer Phase, in der dein Glaube geprüft wird.
Fragen zur Anwendung
- Wo stehe ich gerade auf meinem Weg mit Jesus?
- Habe ich vielleicht gedacht: „Ich bin doch schon lange dabei – Bekehrung betrifft andere“?
- Gibt es Bereiche in meinem Leben, wo Jesus mich neu zur Umkehr ruft?
Wir sind ja manchmal kreativ. Wir laufen von Gott davon – und sitzen gleichzeigt jeden Sonntag im Gottesdienst.
- Wo bin ich am Flüchten – statt zu meinem Glauben zu stehen?
- Und: Wen könnte ich stärken – gerade auch mit meinen eigenen Erfahrungen von Versagen und Wiederherstellung?
Bekehrung bedeutet nicht, einfach 1x zu Jesus Ja zu sagen, sondern immer wieder.
Vor der Auferstehung versagte Petrus. Nach der Auferstehung blieb er treu. Nicht weil er stark war – sondern weil Christus treu war.
Das Krähen vom Hahn war nicht das Ende. Seine Tränen waren nicht das Ende. Das Kreuz war nicht das Ende… und auch unsere Geschichte ist noch nicht am Ende.
Ermutigender Schluss
Vielleicht bist du heute an einem Punkt, wo du denkst: „Ich sollte doch schon weiter sein.“
Vielleicht fühlst du dich geistlich müde. Vielleicht hast du Fehler gemacht, die dich verfolgen.
Da dürfen wir die Worte Jesu nochmals neu hören: „Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ Das gilt für uns alle.
Jesus betet nicht nur für Glaubenshelden. Er betet auch für Menschen, die am Ringen und Kämpfen sind.
Wenn wir, wie Petrus versagen, dann disqualifiziert uns das nicht. Es kann der Ort unserer tiefsten Umkehr und grössten Reife werden.
Das Beste liegt nicht hinter uns – sondern vor uns.

