Wie Dankbarkeit uns verändert

Datum: 25. Oktober 2026 | Prediger/in:
Serie: | Bibeltext: Römer 12,1-2

Wir feiern heute Erntedank, und da wollen wir der Frage nachgehen, wie wir in uns Dankbarkeit für Gottes Liebe im Alltag wecken können. Da wir momentan als Gemeinde einen Fokus aufs Gebet haben, bin ich immer wieder auf der Ausschau nach Gebeten, die mich inspirieren, und da bin ich auf das von Ignatius von Loyola gestossen, welches eine Reaktion auf Gottes Liebe zeigt:

Nimm hin, Herr, und empfange meine ganze Freiheit, mein Gedächtnis, meinen Verstand und meinen ganzen Willen, all mein Haben und Besitzen. Du hast es mir gegeben; dir, Herr, gebe ich es zurück. Alles ist dein, verfüge nach deinem ganzen Willen. Gib mir deine Liebe und Gnade, denn diese genügen mir. (Ignatius von Loyola)

Wir finden da ein Herz, das von Gottes Gnade und Liebe so überwältigt ist, dass es nicht anders kann, als sich IHM hinzugeben – im Sinne von, ich gebe dir zurück, was du mir gegeben. Für mich zeigt das einen reifen Glauben.

Das Gebet so anders ist als viele Gebete von uns: «Herr ich brauche dies, Herr ich brauche noch das. Bitte erhöre mein Gebet, du kennst meine Bedürfnisse.»

Ich glaube das Gebet ist der Kern von dem, was Paulus in Römer 12,1 sagt: «Gebt euren Leib hin als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei.»

Gäll, wir können eine solche Hingabe nicht «produzieren». Das macht der Heilige Geist. Doch wir sind dabei auch nicht passiv: Wir können uns fürs Reich Gottes einsetzen. Das ist kein Widerspruch zur Gnade. Gnade ist Haltung. Sich für etwas einsetzen ist Handeln.

Muster im Römerbrief
Für Paulus ist klar, wenn wir die Gute Nachricht von Jesus annehmen, dann verändert das unser Leben radikal. Römer 12,1-2 wurde an Menschen geschrieben, die Jesus angenommen hatten.

Bringt euren Leib dar als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer – dies sei euer vernünftiger Gottesdienst! Fügt euch nicht ins Schema dieser Welt, sondern verwandelt euch durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr zu prüfen vermögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (Römer 12,1-2)

Ich finde diese Verse krass! Heute wollen wir anschauen, wie wir diese in unserem Leben umsetzen können, und das Hingabegebet von Ignatius von Loyola nehme ich dafür als Wegweiser.

Römer 12,1-2 habe ich ausgewählt, weil diese beiden Verse eine Tür sind. In den ersten 11 Kapiteln zeigt uns Paulus, wie der Mensch in Sünde lebt und unwürdig ist, die Gnade und Liebe von Christus zu empfangen. Aber genau das schenkt uns Gott. Wir bekommen das Geschenk von Vergebung von der Sklaverei der Sünde, und werden so ein Teil der grossen Familie Gottes. Was Paulus beschäftigt, ist, dass sein Volk – Gottes Volk – den Messias zuerst abgelehnt hatte, und er schliesst uns da gleich mit ein:

Denn Gott hat alle in den Ungehorsam eingeschlossen, um allen seine Barmherzigkeit zu erweisen. (Römer 11,32)

Das ist jetzt keine furztrockene Abhandlung ohne Emotionen, Römer 11,33-36:

O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes!
Wie unergründlich sind seine Entscheidungen
und unerforschlich seine Wege!
Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist alles.
Ihm sei Ehre in Ewigkeit, Amen.  (Römer 11,33+36)

Gnade ist ein unverdientes Geschenk und führt uns in Worship. Und zwar nicht nur mit Worten, sondern mit einem Leben als „vernünftigen Gottesdienst“: «Ich bitte euch nun, liebe Brüder und Schwestern, bei der Barmherzigkeit Gottes: Bringt euren Leib dar als lebendiges (…) Opfer…“

Wenn wir ein Geschenk bekommen, dann sagen wir Danke, und Paulus sagt hier, auf ein solches Geschenk sind Worte billig, weshalb wir damit Danke sagen sollen, wie wir unser Leben führen. Das Geschenk von Gottes Barmherzigkeit führt zu einem Leben der Hingabe, und die Tür dazu ist die Dankbarkeit. Das Geschenk von Gott ist das, was Jesus für uns getan hat, und dem sagen wir Gnade.

In Römer 5,7-10 sagt es Paulus so:

Es ist schon schwierig genug für einen guten Freunden zu sterben (Vers 7 zusammengefasst).
Gott jedoch zeigt seine Liebe zu uns gerade dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren… als wir noch Feinde waren, (wurden wir) mit Gott versöhnt (…) durch den Tod seines Sohnes... (Römer 5,8-10)

Paulus sagt hier, Gottes Gnade ist unverdient und deshalb können wir nicht anders als antworten und unser Leben aus Dankbarkeit Gott hinzugeben. Wenn wir nur mit Worten Antworten, dann tönt da hohl und leer, was es braucht, ist eben ein Leben, das Gott dient, Gottesdienst im Alltag.

Wie soll diese Antwort aussehen?
Anschliessend an Römer 12,1-2 gibt uns Paulus ein paar Muster, wie dieser Gottesdienst aussehen soll: Fremden Gastfreundschaft zeigen (12,13), sich der Obrigkeit unterordnen (13,1), und zusammen eine Einheit sein (12,16).

Römer 12,1-2 ist die Tür, durch die wir gehen, um auf die Gnade von den 11 Kapiteln vorher zu antworten. Unser Leben als Opfer für das Geschenk der Gnade Christi.

Die Verse danach (Verse 3-21) könnte man so zusammenfassen:

Gottes Gnade führt dazu…
… dass niemand mehr von sich hält, als es sich gehört (12,3).
… dass unsere Liebe ungeheuchelt sei (12,9).
… dass wir einander in gegenseitiger Achtung zuvorkommen (12,10).
… dass wir die segnen, die uns verfolgen und Böses mit Gutem vergelten (12,14+17).

Das Geschenk der Gnade Gottes hat also praktische Auswirkungen auf unser Leben.

Wie kommen wir von der Gnade auf der einen Seite zur Hingabe auf der anderen Seite? Für Paulus ist die Dankbarkeit die Tür.

Jetzt, wie geht das? Kann ich euch als Pastor von der Bühne diktieren, «ihr müsst ihr euer Leben Gott hingeben, weil Gott euch mit seiner Gnade durch Christus so reich beschenkt hat»?! Würde das funktionieren? Nein, natürlich nicht! Dankbarkeit kann man nicht vorschreiben, sonst wird es zur Gesetzlichkeit.

Wie Dankbarkeit funktioniert
Gäll, wenn wir ein Geschenk bekommen, dann merken wir, «hey, da meint es jemand wirklich gut mit mir», und dann löst die positiven Emotionen aus. Aus diesem guten Gefühl heraus fühlen wir uns dann vielleicht verpflichtet zu reagieren. Aber wir haben keine Schuld, die wir zurückzahlen müssen. Ein Geschenk ist ein Geschenk, und da gibt es nichts zurückzuzahlen. Unsere Glücksgefühle verbinden uns mit dem Geber. Wir blühen dann richtig auf. Randnotiz: Manipulation hat da kein Platz, weil sonst wäre es keine echte Dankbarkeit.

Übung 1
Überlege dir mal mit was du im Leben beschenkt wurdest. Vielleicht deine Mutter und dein Vater, die dir das Leben geschenkt haben. Oder vielleicht die wunderbare Schöpfung, die Gott uns geschenkt hat. Oder, dass wir jeden Tag etwas haben, um auf den Tisch zu stellen  wofür es wieder um Ernte braucht.

Überlege dir etwas, dass du nicht verdient hast. Vielleicht ein Erbe, Geld oder sonst etwas. Gäll, das ist nicht dasselbe, wie eine Lohnabrechnung. Da sagen wir auch Danke, aber wir haben es verdient. Paulus spricht in Römer 4,4 davon: «Wer eine Leistung erbringt, dem wird der Lohn nicht aus Gnade ausbezahlt, sondern weil er ihm zusteht.» (Röm 4,4)

Überlege dir etwas, wo du nichts dazu beigetragen hast. Etwas, dass dich überwältigt hatte.

--> Zeit geben!

Das ist genau das, was die Gute Nachricht von Jesus ist. Sie macht uns demütig, und Stolz hat da keinen Platz. Wir haben das Geschenk der Gnade nicht verdient.

Gäll, manchmal vergessen wir, was das Geschenk von Christus bedeutet. Wie gewaltig, einzigartig und völlig überwältigend Gottes Geschenk an uns war!

Ich weiss nicht, an was du vorher gedacht hast. Aber nimm dieses Gefühl, wo das bei dir ausgelöst hat, und überlege dir, wie das zu dem passt, wie Gott uns mit der Gnade durch Christus beschenkt.

Bei mir löst das Dankbarkeit aus. Das Geschenk von Jesus ist so überwältigend! Ich hätte das nie selber können. Manchmal habe ich so Anflüge, das ich denke, «ich brauche doch niemanden». Doch wenn ich mir bewusstwerde, was Jesus für uns getan hat, dann merke ich, ich brauche das. Ich kann nicht sagen, ich schenke mir das Leben selbst. Oder ich gebe mir ein grosszügiges Geschenk, dass ich überwältig werde. Das Leben ist ein Geschenk, für das wir dankbar sein dürfen, ohne Anspruch. Das führt zu einer Haltung von Dankbarkeit.

Wie ist das, wenn wir eine 100er Note auf der Strasse finden? Sind wir dann auch dankbar? Ich glaube wir sind dann vielleicht glücklich, aber wir haben niemandem, den wir Danke sagen können. Wir sagen dann vielleicht, «heute habe ich Glück gehabt».

Ich glaube, viele Menschen heute fühlen sich so. Sie sind einfach per Zufall auf diesem Planeten gelandet, ohne dass jemand sie gewollt hat. Sie fühlen sich glücklich, aber Dankbarkeit, das ist etwas anderes. Echte Dankbarkeit ist nur möglich, wenn wir den Eindruck haben, dass es ein Geschenk ist. Jemand hat mir das aus Grosszügigkeit bewusst gegeben.

Der grosszügige Charakter vom Geber ist für die Dankbarkeit wichtig. Ich weiss nicht, an was du vorher gedacht hast. Vielleicht hast du das Wunder von unserem Planeten genommen. In diesem riesigen Weltall gibt es bis jetzt nur einen uns bekannten Planeten, wo Leben so möglich ist, wie wir das erleben. Dahinter steckt ein Schöpfer. «So sehr hat Gott die Welt geliebt»! Aber wird unser Leben von dieser Dankbarkeit angetrieben? Jeder Moment von meinem Tag? Jakobus sagt es so, «Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben» (Jak 1,17). Gott beschenkt uns jeden Tag mit guten Gaben, obwohl wir es gar nicht verdient haben.

Gott meint es gut mit uns, obwohl wir eigentlich zuerst einmal gar nichts von ihm wollten. Wir waren rebellisch und lebten in Sünde, und deshalb haben wir seine Gnade gar nicht verdient. Aber Gott hat uns mit seiner Liebe grosszügig beschenkt.

Zwei Arten von Dankbarkeit
Gell, wir feiern jedes Jahr Erntedank, und Dankbarkeit ist da ein grosses Thema. Wir sind dankbar für Gottes Geschenk der Schöpfung und haben es nicht verdient. Wir sind alle Sünder, gerettet durch Gnade.

Wie haben wir es in unserem Leben mit der Dankbarkeit? Spüren wir sie jeden Tag und leben wir unser Leben als ein «lebendiges Opfer»?

Vielleicht erleben wir das einfach als allgemeine Dankbarkeit, was zuerst einmal eine Kopfsache ist. Doch was wir in der Übung gesehen haben, ist das eine Herzensangelegenheit.

Eine tiefe Dankbarkeit geht in unser Herz. Das ist nicht nur eine Kopfsache, sondern das fühlen wir.
Jetzt, ich möchte die Übung von vorher noch etwas vertiefen.

Geistliche Übung und Dankbarkeit
Das Hingabegebet von Ignatius von Loyola war kein spontanes Gebet aus heiterem Himmel, sondern ein Gebet aus Dankbarkeit - ein Mensch erfasst von der Gnade von Christus.

Er überlegte, wow, Gott wurde Menschen! Kam zu uns Menschen. Für mich gestorben! Und jetzt, was habe ich für Gott getan? Er hat sich diese Frage nicht gestellt, um sich eine Last aufzubürden, sondern er wollte das Geschenk neu wertschätzen. Paulus sagt es im Römer so:

Ich elender Mensch! Wer wird mich erretten aus diesem Todesleib? (Römer 7,24)

Ich glaube, wenn wir das Geschenk der Gnade in Christus schätzen wollen, dann fängt es mit dem an, dass wir dieses Geschenk nicht verdient haben. Da geht es nicht darum, uns eine Last aufzubürden, sondern wir bekommen eine neue Identität, aus Dankbarkeit.

Übung 2 – eine konkrete Sünde
Jetzt kommen wir zur 2. Übung. Überlege dir etwas, dass dir in deinem Leben schon früh Probleme machte. Da kommt jedem sicher spontan etwas in den Sinn. Nehmt einfach eine Sünde, die euch, bevor ihr angefangen habt mit Jesus zu leben, ein Problem war in eurem Leben.

Vielleicht war es Stolz, die Liebe zum Geld, Neid, übermässiger Konsum von Alkohol, Drogen oder was auch immer, vielleicht waren es Wutausbrüche, oder Passivität. Wähle einfach eine aus, und überlege dir, wie sich diese über die Jahre verändert hat.

--> Chart mit Zeitstrahl, wie häufig kam diese Sünde vor?

Jetzt wir machen diese Übung hier im Gottesdienst abgekürzt. Es lohnt sich, das mal zuhause zu machen, und darüber ins Gebet zu gehen.

Wie hat sich dieses Thema, durch Gottes Gegenwart in deinem Leben verändert? Wie hat das beeinflusst, wie du mit Menschen umgehst, wie du Menschen siehst, wie du auf andere hörst, die Priorität deiner Aktivitäten. Wie hat sich das über die Jahre verändert? Gott ist in unserem Leben am Wirken und da erleben wir seine Gnade jeden Tag neu.

Und wenn du diese Übung machst, und mit Gott das im Gebet anschaust, dann wirst du dir wieder neu bewusst, wie sich dein Leben durch die Gnade Gottes verändert (Gegenwartsform).

Wenn du diese Gebetsübung machst, dann kann wieder eine neue Liebe für Gott in uns entstehen, eine tiefe Dankbarkeit für das, wie sich dieses neue Leben jeden Tag anfühlt. Das ist nun nicht einfach eine allgemeine Dankbarkeit, sondern eine ganz spezifische, die mir vor Augen führt und neu bewusst macht, was das für mein Leben bedeutet.

Gäll, wir realisieren oft gar nicht, wie Jesus unser Leben verändert. Durch eine solche Übung können wirJesus neu dankbar werden, für all das, was er in unserem Leben heute noch tut. Und dann können wir mit dem Psalmbeter in 103,2 beten: «Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.» (Ps 103,2)

Die Aktions-Frage
Jetzt, das ist alles schon mal ganz toll. Doch wir wollen nicht beim Gefühl der Dankbarkeit bleiben. Wenn unsere Dankbarkeit zu einer Lebensveränderung führen soll, wie das Paulus im Römer 12 aufgezeigt, dann braucht es auch die Frage «und, was mache ich jetzt damit?» Welche Antwort gebe ich Gott für seine Gnade? Wie zeigt sich diese Dankbarkeit?

Ich glaube, wir können diese erst beantworten, wenn wir die anderen Übungen durchgemacht haben, sonst wird es zu einer Gesetzlichkeit, einem Druck, «ach nein, jetzt muss ich Gott auch noch etwas zurückgeben!» Nein, darum geht es eben nicht, sondern es geht darum, wie Gott mein Leben durch das Geschenk der Gnade verändert hat.

Als Christus auf diese Welt kam, hat er uns eingeladen, ihm nachzufolgen. Das Geschenk der Gnade ist dabei nicht einfach etwas für uns zum Geniessen, sondern Gott möchte die Welt und auch meine Feinde einladen, ein Teil von dem zu werden, was Gott am Tun ist. Kurz: Mehr Himmel auf Erden.

Wenn wir daran denken, was es Jesus gekostet hat, uns diese Gnade Gottes zu bringen, dann dürfen auch wir unser Leben als «lebendiges Opfer» für Gott bringen. Das wird nicht immer einfach sein, da gibt es auch Herausforderungen und es kostet etwas. Deshalb sagt Paulus «bringt euer Leben als lebendiges Opfer». Es hat Gott etwas gekostet, und die Frage ist, was ist unser Beitrag?

Die Antwort von Ignatius von Loyola war sein Hingabegebet:

Nimm hin, Herr, und empfange meine ganze Freiheit, mein Gedächtnis, meinen Verstand und meinen ganzen Willen, all mein Haben und Besitzen. Du hast es mir gegeben; dir, Herr, gebe ich es zurück. Alles ist dein, verfüge nach deinem ganzen Willen. Gib mir deine Liebe und Gnade, denn diese genügen mir.

Jetzt gäll, das war seine Antwort. Unsere Antwort wird sicher anders aussehen, aber immer noch inspiriert von Römer 12,1-2. Die Frage ist, wie antworten wir auf das Geschenk der Gnade? Es geht nicht immer darum, alles zu verkaufen und fürs Reich Gottes zu spenden. Manchmal geht es einfach auch darum, anderen zu vergeben, oder anderen Gottes Liebe weiterzugeben. Vielleicht formulierst du dein eigenes Hingabegebet.

Wichtig! Das ist freiwillig. Wir können Dank in unserem Leben nicht produzieren. Was wir können, ist, am Erntedank unsere Dankbarkeit pflegen, und was dabei herauskommt, sieht bei jedem anders aus. Du musst gar nichts! Besprich deine Antwort mit Gott, es ist zwischen dir und ihm.

Auf der einen Seite Gottes Gnade und Liebe, und auf der anderen Seite unsere Hingabe, mit der Tür der Dankbarkeit dazwischen. Wir gehen nicht durch diese Tür, um uns irgendetwas zu verdienen. Wir machen das einzig und allein aus Dankbarkeit für seine Liebe und Gnade.

Jesus hat am Kreuz für uns alles gegeben, und ist danach wieder auferstanden. Was wir ihm auch immer zurückgeben, wird nie an das herankommen. Und doch können wir ihm etwas zurückgeben. Nicht weil wir müssen, sondern weil wir als seine Kinder mit ihm eine Beziehung haben.

Und weisst du was, Gott liebt dich egal, was du aus seinem Geschenk der Gnade machst.
Vielleicht keine dramatische überdimensionale Antwort, sondern einfach eine Antwort für die momentane Phase in deinem Leben.

Wir nehmen jetzt einen Moment der Stille. Rede mit Gott, er will dir begegnen. Drei Stichworte:

Gnade: Wo ist mir in meinem Leben Gottes Gnade neu bewusst geworden?
Dankbarkeit: Was löst diese Erkenntnis heute in meinem Herzen aus?
Hingabe: Was könnte meine Antwort darauf sein – ganz konkret in meiner jetzigen Lebensphase?

Gebet
Jesus wir feiern heute Erntedank, und wollen Dankbarkeit in unserem Leben ganz konkret spüren. Wir wollen dir begegnen, rede du.

Serien

Weitere Predigten

Wir feiern heute Erntedank, und da wollen wir der Frage nachgehen, wie wir in uns Dankbarkeit für Gottes Liebe im Alltag wecken können. Da wir momentan als Gemeinde einen Fokus…